

Konzert "Sounding Jerusalem"
Erstmals durfte Talitha Kumi am 8. Juli Gastgeber des seit 2006 bestehenden Kamermusikfestivals "Sounding Jerusalem" sein. "Sounding Jerusalem" bringt jeden Sommer für zwei Wochen professionelle Musiker aus ganz Europa nach Jerusalem und Umgebung, die Musik aus ihren Herkunftsländern und aus dem Orient an besonderen Orten zum Besten geben.
Bei dem Konzert im wunderschönen Innenhof von Talitha Kumi spielten nicht nur zehn Profis, sondern es wurden auch zwei Volontäre und eine Schülerin mit einbezogen. Das Konzert bestach durch seine Vielfalt: Da Talitha Kumi unter anderem eine deutsche Auslandsschule ist, entschied man sich mit einem Bach Präludium zu beginnen, darauf folgten ein Jazzstück für Akkordeon und Klavier bevor Studio Percussion Graz zusammen mit Mamadou Diatete ein von ihm komponiertes Stück für Schlagwerk aufführten. Weiter ging es mit einem traditionellen italienischen Saltarello, einer Nokturn für Cello und Klavier und „Rumanian Melody“ von Max Bruch für Viola, Klarinette und Klavier. In großer Besetzung spielten die Musiker armenische und arabische Volkslieder und Tänze, besonders das Solostück der erst vier Jahre spielenden Dalia Mukarker beeindruckte das Publikum.
Da das Festival hauptsächlich von einem Österreicher, Erich Hüttner, organisiert wurde, durfte ein Komponist natürlich nicht fehlen: Wolfgang Amadeus Mozart. Abgeschlossen wurde das Konzert mit einem sehr temporeichen armenischen Tanz mit dem Namen Zartounk.
Nach dem Konzert waren sich alle Zuschauer einig darüber, dass sie sich freuen würden, wenn auch im nächsten Jahr wieder "Sounding Jerusalem" nach Talitha Kumi käme. Insbesondere die Menschen in Palästina, die die übrigen Konzerte des Festivals, die meist in Israel stattfanden, nicht besuchen konnten, waren sehr begeistert.
Matthias Keller/Bernhard Scheurenbrand


